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Den teuren Weg über das Mobilfunknetz können Sie sich sparen, wenn Ihr Handy mit einer Bluetooth- beziehungsweise Infrarot-Schnittstelle ausgerüstet ist oder zumindest den Datentransport via Kabel unterstützt. Dazu muss Ihr PC selbstverständlich den gleichen Standard unterstützen. Viele neuere Notebook-Modelle sind bereits ab Werk mit der Nahfunktechnik Bluetooth und/oder Infrarot ausgestattet; andernfalls lassen sich beide Übertragungsarten kostengünstig nachrüsten. Und ein USB-Kabel findet allemal an jedem halbwegs aktuellen Rechner Anschluss, benötigt allerdings ebenso wie manches Infrarot- Handy zusätzliche Software. Wie Sie Handy-Fotos schnell und kostenlos auf Ihre Festplatte schicken können und welche Einstellungen Sie dafür vornehmen müssen, erklären wir Ihnen im Anschluss.
Fast alle Bluetooth-Handys versenden Bilder mit den Profilen Object Exchange oder Basic Imaging – eine unrühmliche Ausnahme bildet ausgerechnet das Megapixel-Handy Sharp GX30, dessen Bluetooth-Chip sich lediglich zum Freisprechen über Funk eignet. Um Bilder an Ihren Rechner zu senden, sollten Sie beide Geräte in den "Sichtbar"-Modus schalten; wenn Sie zwischen PC und Handy eine Kopplung, auch Pairing genannt, eingerichtet haben, ist dieser Schritt hinfällig.
Anschließend markieren Sie das zu sendende Bild in Ihrem Handy und wählen über das Optionsmenü die Versandart "Bluetooth" (siehe Bild). Dann sollte nach kurzer Wartezeit der Bluetooth-Name Ihres PCs erscheinen, den Sie nur noch auswählen müssen – schon gehen die Daten auf die Reise. Bei Windows XP werden die empfangenen Daten – je nach Bluetooth-Software – entweder im Ordner "Eigene Bilder" oder in "Empfangene Dateien" gespeichert.
Bei manchen Handys wie dem Siemens S55 ist es möglich, deren Dateisystem in den Windows Explorer einzubinden. Dazu müssen Sie die Hersteller-Software installieren und eine Bluetooth-Verbindung inklusive Kopplung einrichten. Dann können Sie Bilder bequem per Drag & Drop in den gewünschten Ordner auf der Festplatte ziehen.
Beim Fotoversand über die Infrarot-Schnittstelle erwartet Sie sozusagen das
Gleiche in Rot: Sie markieren das zu sendende Bild, wählen über das Optionsmenü
im Handy die Versandart Infrarot – sofort wird das Foto übertragen. Halten Sie
dazu das Handy im Abstand von circa zehn bis 30 Zentimeter vor die Schnittstelle
Ihres Rechners.
Vorsicht: Manche Handys besitzen zwar ein Infrarot-Auge, taugen jedoch gar nicht oder nur eingeschränkt für den Versand von Fotos: So ist bei den Sharp-Modellen GX20 und GX30 die Hersteller-Software vonnöten, um die Infrarot-Schnittstelle zum Versand von Fotos zu überreden. Das Sharp GX10(i) kann überhaupt keine Bilder über Infrarot versenden.
Wessen Handy weder Bluetooth noch Infrarot unterstützt oder trotz IR-Auge keine Bilder versenden mag, der kann sich mit einem Datenkabel behelfen. Im Handel sind für fast alle Handy-Modelle passende USB-Strippen erhältlich. Über ein Datenkabel lässt sich zwar nichts verschicken, dafür aber programmgesteuert hochladen – jedoch erlaubt nicht jedes herstellereigene Programm den Foto-Upload. Aber darum kümmern sich in aller Regel bereits die Datenkabel-Fabrikanten, die entsprechende Software beilegen.
Besitzt Ihr Handy eine Speicherkarte wie MMC oder Memorystick, findet diese Karte über einen USB-Adapter Anschluss am Rechner. So können Sie bequem mehrere Bilder auf einmal auf PC oder Notebook schieben.
Wenn Ihr Handy einen eingebauten E-Mail-Client besitzt, können Sie sich einfach selbst eine E-Mail schreiben – und die gewünschten Bilder als Anhang mitschicken. Nach dem E-Mail-Abruf auf Ihrem PC oder Notebook landen die Bilder dann auf Ihrer Festplatte. Der Haken: Ihnen entstehen streng genommen gleich zweimal Gebühren – beim Versand über das Mobilfunknetz und beim Abruf über Ihre Telefonleitung, es sei denn, sie nutzen eine Flatrate.
T-Mobile, Vodafone und O2 verlangen im Standard-GPRS-Tarif ohne monatlichen Basispreis 9 Cent für 10 Kilobyte Datentransfer. Dementsprechend kostet Sie der E-Mail-Versand eines halbwegs brauchbaren VGA -Bilds circa 40 Cent. Bei E-Plus fahren Sie mit 6 Cent pro 10 Kilobyte etwas günstiger. Wenn Sie einen GPRS-Tarif mit Inklusiv- Volumen und monatlichem Basispreis gebucht haben, sind diese Rechenspiele freilich hinfällig.
Hat Ihr Foto-Handy keinen E-Mail-Client, bleibt Ihnen nur der teure Versand
per MMS an Ihre eigene E-Mail-Adresse. Das kostet bei allen Netzbetreibern
einheitlich 39 Cent bis 30 Kilobyte Größe – ein qualitativ gutes VGA-Bild liegt
in der Regel über diesem Wert, dann müssen Sie 99 Cent berappen.
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